| |
18
dass es sich auf dem Bastion Host sehr eingeschränkt arbeiten lässt, wenn es um
die Installation oder Updates von Diensten geht. Deswegen sollte man für diesen
Fall eine externe Boot-Platte verwenden, die nach der Arbeit wieder entfernt wird.
Unter Umständen ist es bei der Konfiguration des Rechners notwendig, den
Kernel neu zu kompilieren. Dabei sollte man auf die Abhängigkeiten zwischen
verschiedenen Funktionen achten. Man muss vermeiden, dass durch Weglassen
von Funktionen der Kernel bootunfähig wird.
Der nächste Schritt ist das Entfernen von überflüssigen Programmen. Da der
Bastion Host nur zum Anbieten von Internetdiensten und nicht als eine
komfortable Arbeitsumgebung gedacht ist, sollten auch für die tägliche Arbeit als
wichtig eingestufte Programme gelöscht werden. Dazu gehören u.a.
setgid/setuid-Programme und Compiler. Auch Fenstersysteme wie X sollten,
wenn vorhanden, gelöscht werden.
Hat man alle überflüssigen Programme gelöscht, sollte man die Dateisysteme auf
dem Bastion-Host als nur lesbar einhängen, damit die Konfiguration von
niemandem geändert werden kann. Nur für temporäre Dateien, Systemprotokolle
und Speicherauslagerung sollte man beschreibbare Bereiche vorsehen.
4.3 Betrieb
Nachdem man den Bastion-Host
in einem sicheren Raum aufgestellt hat, kann
man ihn in Betrieb nehmen. Während des Betriebs des Bastion-Hosts ist es
wichtig, das System genau zu überwachen. Um ungewöhnliche Begebenheiten zu
entdecken, ist es notwendig zu wissen, wie viele Prozesse normalerweise laufen,
wie viel CPU Zeit diese Prozesse etwa beanspruchen und mit welcher Belastung
zu verschiedenen Tageszeiten zu rechnen ist. Abweichungen von diesen
Durchschnittswerten sollten genauer untersucht werden. Obwohl jeder Bastion
Host anders aufgebaut ist, gibt es einige nützliche Tools, die die Überwachung des
Bastion-Hosts teilweise automatisieren können. Die von syslog erzeugten
Protokolle beinhalten zwar eine große Menge Informationen, sind aber mit dem
bloßen Auge schwer auswertbar (siehe Abbildung 8).
Mar 10 13:30:30 atlas syslogd 1.3-3: restart.
|  |
|
| |
|
|